Jabber Journal 16 Deutsch
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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jabber!
Für die Statistiker unter euch: gestern war der 5. Geburtstag der ersten Slashdot-News, die die Gründung des Jabber Open-Source Server-Projekts ankündigte (inzwischen als jabberd bekannt). Jabber ist nun also 5 Jahre alt — oder jung, wenn ihr so wollt.
Seit Jeremie 1999 die Geburtsstunde von Jabber verkündete, haben wir eine Menge erreicht. Verschiedene Versionen des jabberd-Servers wurden 250 000 Mal herunter geladen (obgleich es inzwischen mindestens 5 weitere Open-Source- und einige kommerzielle Server gibt); es gibt heute tausende Jabber-Server im Internet; Millionen Menschen nutzen Jabber-Clients für's Chatten; nahezu 10 000 Leute haben verschiedene Jabber Mailing-Listen abonniert und fast 150 000 Nachrichten geschrieben; hunderte Jabber Software-Projekte wurden gegründet (viele davon mit JabberStudio als Heimat); große und kleine Organisationen nutzen Jabber-Technologien für eine Reihe von Fast-Echtzeit Chat-Projekten und die Kern-Protokolle Jabbers (für Standardisierungszwecke XMPP genannt) sind bald durch den Standardisierungs-Prozess der Internet Engineering Task Force durch — weitere Neuigkeiten hierzu folgen später, haltet die Augen auf.
Wir sind allerdings noch lange nicht fertig mit unseren Bestrebungen! Einige der Wünsche der letztjährigen Nutzer-Umfrage müssen noch bearbeitet werden (z.B. eine einfache Nutzer-Suche). Für andere Wünsche wie z.B. Datei-Transfer, haben wir bereits Protokolle entwickelt, die aber noch nicht in genügend Clients eingebaut wurden, um sich genügend bei den Nutzern zu manifestieren. Positiv zu bewerten ist, dass immer mehr Jabber-Clients ihre Unterstützung für internationale Zeichensätze verbessern (z.B. die Exodus-Übersetzungen); mehrere neue Web-Clients sind kürzlich aufgetaucht (wie im Jabber Journal #15 berichtet berichtet). Die Arbeit an einer IRC-Schnittstelle geht, basierend auf dem mu-conference-Code, auch weiter; die XMPP-Beschreibung enthält nun verbesserte Sicherheit für Verbindung und Authentifizierung und weitere Clients haben das bestehende PGP-Protokoll für die Nachrichtenverschlüsselung eingebaut.
Je mehr Organisationen und Communities Jabber-Technologie nutzen, umso mehr interessieren diese sich natürlich für die Erweiterung der Jabber-Möglichkeiten, die wir bereits anbieten. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit bei Internet2; diese wissenschaftlich orientierte Community strebt widerstandsfähigere Protokolle zur Zugangsberechtigung an, vermutlich unter Benutzung der Security Assertion Markup Language, ähnlich der Internet2 Shibboleth-Initiative. Andere Erweiterungen sind anonymisierte Adressen, damit Studenten und Schüler mit ihren Lehrern vertraulich chatten können und der echte Verbund von Jabber-Servern über Domains hinweg. Ein weiteres Beispiel ist das Militär — aber natürlich kann ich euch nicht erzählen, für was es sich interessiert ;-)
Weitere Neuigkeiten gibt es z.B. von der jabber.org-Website, die eine detailliertere Liste von Server-Programmen bekommen hat — ihr könnt in den nächsten Wochen auch eine verbesserte Client-Liste erwarten. Wo wir gerade von Clients und Servern sprechen: der jabberd2-Server nähert sich seiner endgültig stabilen Version und mir sind einige neue und verbesserte Clients in letzter Zeit aufgefallen, unter anderem verbesserte Versionen von Tkabber, BuddySpace, neos mt, Gabber 2, Psi und die erste Jabber-fähige Version von [1], einem selbst-betitelten "3D Chat-Client". Weiterhin gibt es auch ein tolles neues Projekt mit Namen JabberNuke, das auf die Integration von Jabber in das Content Management System PHP-Nuke hin arbeitet.
Ich sehe 2004 wieder als ein Jahr des Wachstums und des Wandels für die Jabber-Community. Allerdings fasse ich hier keine "guten Vorsätze" für's Neue Jahr — wir müssen einfach weiter hart daran arbeiten, die Jabber-Technologien zu erweitern, bestehende Dinge widerstandsfähiger machen und weitere Organisationen dazu bringen, Jabber/XMPP als Chat-System ihrer Wahl anzunehmen.
Wie immer: jabbert schön weiter!
— stpeter
